Eine Übersicht — nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Verfolgung.info ist eine private, werbefreie Informationsseite zur Lage verfolgter Christen weltweit. Sie sammelt, ordnet und verlinkt — sie ersetzt keine Recherche, aber sie erleichtert sie.
Was diese Seite will
Wer sich zum Thema Christenverfolgung informieren möchte, sieht sich zwei Hürden gegenüber: Erstens gibt es eine erdrückende Fülle von Berichten, Organisationen und Datenbanken — viele davon hochwertig, manche eher aktivistisch. Zweitens unterscheiden sich die Zahlen, weil unterschiedliche Methodiken zugrunde liegen.
Diese Seite versucht, beides transparent zu machen. Sie nennt die wichtigsten Quellen, ordnet sie nach Trägerschaft und Schwerpunkt und stellt sie nebeneinander, damit man selbst vergleichen kann. Sie will keine emotionale Mobilisierung, sondern eine sachliche Einordnung.
Was diese Seite nicht ist
Verfolgung.info ist keine Hilfsorganisation. Hier werden keine Spenden gesammelt, keine Patenschaften vermittelt, keine Gebetslisten verteilt. Wer helfen möchte, wendet sich an die auf der Quellenseite verlinkten Organisationen — Open Doors, Kirche in Not, HMK und viele andere leisten dort jeweils sehr unterschiedliche, fundierte Arbeit.
Diese Seite ist auch keine politische Plattform. Sie steht keiner Konfession, Partei oder Regierung nahe. Die verlinkten Quellen sind teilweise christlich-evangelisch, teilweise römisch-katholisch, teilweise säkular oder staatlich — das spiegelt die reale Landschaft der Berichterstattung wider und ist Absicht.
Was hier nicht steht
Bewusst ausgespart bleiben:
- Einzelschicksale mit Namen und Foto — diese gehören zu den Organisationen, die die jeweilige Person betreuen und ihre Zustimmung eingeholt haben.
- Spekulative Gesamtzahlen, die in den Medien gelegentlich zirkulieren. Hier werden nur Zahlen genannt, die von Organisationen mit überprüfbarer Methodik veröffentlicht wurden.
- Vergleiche zwischen religiösen Gruppen. Christen sind nach allen seriösen Untersuchungen die zahlenmäßig am weitesten verbreitete verfolgte Gruppe — das bedeutet aber nicht, dass die Verfolgung anderer Gruppen (Muslime in China, Bahá'í im Iran, Jesiden im Irak, Hindus in Pakistan) weniger schwerwiegend wäre.
Methodische Grundsätze
Quellen-Triangulation. Wo möglich werden Aussagen mit mehreren Quellen belegt. Eine Aussage einer NGO wird idealerweise mit einer akademischen Studie und einem staatlichen Bericht abgeglichen.
Transparente Verlinkung. Jede genannte Organisation ist direkt verlinkt. Wer eine Aussage nachprüfen will, kann das mit zwei Klicks.
Aktualität. Die Hauptzahlen werden jährlich nach Erscheinen des Weltverfolgungsindex (jeweils im Januar) und des USCIRF-Berichts (jeweils im März) aktualisiert.
Vorsicht bei Verallgemeinerungen. „Die Lage in Afrika" oder „die Lage im Nahen Osten" gibt es nicht — Christen in Marokko leben unter ganz anderen Bedingungen als in Somalia, kongolesische Christen anders als nigerianische. Wo immer es geht, wird daher länderspezifisch differenziert.
Kontakt
Hinweise auf Fehler, neue Quellen oder veraltete Links sind willkommen — die Kontaktangaben finden Sie im Impressum.