Die meistverfolgte Glaubensgemeinschaft der Welt.
Mehr als 388 Millionen Christen leben in Ländern mit hoher bis extremer Verfolgung. Diese Seite bündelt Zahlen, Berichte und Quellen — für alle, die sich informieren, recherchieren oder helfen wollen.
Was die aktuellen Berichte zeigen
Die Zahlen stammen aus dem im Januar 2026 veröffentlichten Weltverfolgungsindex des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors. Sie sind Schätzungen — die genaue Erfassung von Verfolgung ist methodisch schwierig, weil viele Übergriffe nicht angezeigt werden, Behörden Daten zurückhalten und sich Betroffene oft nicht öffentlich äußern können. Die zertifizierte Methodik des Index gilt jedoch als wissenschaftlich belastbar und wird vom Internationalen Institut für Religionsfreiheit (IIRF) geprüft.
Die zehn Länder mit der stärksten Verfolgung
Der Weltverfolgungsindex 2026 listet jene Länder, in denen Christen am stärksten unter Druck stehen. Die Top 10 setzen sich aus einer Mischung totalitärer Regime, islamistisch dominierter Staaten und Bürgerkriegsländer zusammen:
- Nordkorea
- Somalia
- Jemen
- Sudan
- Eritrea
- Syrien
- Nigeria
- Pakistan
- Libyen
- Iran
Drei regionale Brennpunkte
Verfolgung sieht überall anders aus. In Nigeria ist es offene Gewalt durch Milizen; in China systematische staatliche Kontrolle; im Nahen Osten eine schleichende Auslöschung uralter Gemeinden durch Krieg, Vertreibung und gesellschaftlichen Druck. Die Region-Profile fassen Kernfakten und spezialisierte Quellen zusammen.
Gut zu wissen: Was zählt als „Verfolgung"?
Open Doors misst Verfolgung anhand eines Punktesystems in fünf Lebensbereichen (Privatleben, Familienleben, gesellschaftliches Leben, kirchliches Leben, staatliches Leben) plus einer separaten Wertung für Gewalt. Bei einer Indexpunktzahl von:
- 81–100 Punkten spricht Open Doors von einem „extremen" Ausmaß an Verfolgung
- 61–80 Punkten von einem „sehr hohen" Ausmaß
- 41–60 Punkten von einem „hohen" Ausmaß
Verfolgung umfasst also weit mehr als physische Gewalt. Auch berufliche Diskriminierung, Zwangskonversionen, der Entzug elterlicher Rechte bei Christen, Verbot von Bibeln, Zerstörung von Kirchen, Überwachung von Gottesdiensten oder gesellschaftliche Ächtung fallen darunter. Diese „strukturelle Verfolgung" ist oft schwerer fassbar als spektakuläre Anschläge, betrifft aber ungleich mehr Menschen.
Eine umfassende Übersicht der Quellen
Wer sich seriös informieren will, braucht mehrere Perspektiven. Auf der Quellenseite finden Sie 35+ kuratierte Anlaufstellen — von NGOs über staatliche Berichte bis zu akademischer Forschung.
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